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Polt nimmt sein Publikum noch einmal mit und stellt die NouWell Cousines vor.
Mit „Lehrjahre eines Übeltäters" bringt Gerhard Polt seine autobiografischen Kindheitserinnerungen auf die Bühne – voller Hintersinn,
Sprachwitz und jener anarchischen Lust am kleinen Aufstand, die seine Kunst seit Jahrzehnten prägt. Gemeinsam mit den NouWell Cousines
entsteht ein literarisch-musikalischer Abend zwischen Lesung, Konzert und bayerischer Weltbetrachtung.
Polt nimmt sein Publikum mit in eine Zeit, die nur noch wenigen von uns bekannt ist und Kindern Entfaltungsmöglichkeiten gab, die Ihnen
kein noch so pädagogisch wertvoller Kinderkarten bieten kann. Beim Resümieren über seine Kindheit merkt man, wie Polt merklich aufblüht
und Spaß daran hat.
Polts Erinnerungen an die Nachkriegszeit erzählen von Streichen, Fantasie und kindlicher Widerständigkeit gegen die Trostlosigkeit des
Alltags. Der junge Polt begegnet den Erwachsenen, Grantlern und Autoritäten mit Witz, Frechheit und einer gehörigen Portion Eigensinn.
Jeder Tag ohne gelungenen Streich erscheint dabei als vergeudeter Tag. Genau darin liegt bis heute die große Stärke von Gerhard Polts
Erzählkunst: Hinter dem Humor blitzt stets eine präzise Beobachtung menschlicher Schwächen und gesellschaftlicher Absurditäten hervor.
Man wünscht sich dieses Buch unter die Kopfkissen unzähliger Kinder, damit sie den Brutstätten trostloser Fadheit – wie etwa Schulen
oder Reihenhaussiedlungen – etwas entgegenzusetzen haben. Die „Lehrjahre eines Übeltäters" sind ein nicht zu unterschätzender Beitrag
gegen zu früh einsetzende Bravheit.
Musikalisch begleitet wird die Lesung von den NouWell Cousines. Trotz hoher familiärer Verwandtschaftsdichte treffen hier vier
eigenständige Künstlerpersönlichkeiten aufeinander. Mit großer Spielfreude, Virtuosität und stilistischer Offenheit verbinden sie
Klassik, Volksmusik, Jazz, Bluegrass, Czaras und eigene Kompositionen in höchster Präzision zu einem unverwechselbaren Klangbild –
weltoffen, humorvoll und zugleich tief in der bayerischen Musiktradition verwurzelt. Nie steif und immer Ausdruck unbändiger Spielfreude.
Ein Abend voller Sprachkunst, Musik und feinsinnigem Humor – mal hintergründig, mal absurd komisch, aber stets unverkennbar Polt.
Jeder der mittlerweile raren Auftritte wird zu einem Mordsgaudium, zu einem riesen Erlebnis für Publikum, Musiker & Künstler.
Es spielen:
Matthias Well – Geige
Maresa Well – Geige
Maria Well – Violoncello
Alex Vicar – Akkordeon und Komposition
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